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Lehrplan Harfe

Artikel von Dr. Eckart Rohlfs aus der nmz vom Oktober 2004:

Stand März 2004. Herausgegeben vom Verband deutscher Musikschulen in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Deutscher Harfenisten und den Wettbewerben "Jugend musiziert" des Deutschen Musikrates. Gustav Bosse Verlag, Kassel, BE 3553. ISBN 3-7649-3553-7, € 8,95

Der Unterricht an den Musikschulen in Deutschland ist für alle Instrumental- und Vokalfächer – im Anschluss an das Regelangebot elementarer Musikerziehung (als Früherziehung oder Grundausbildung) – in Unter-, Mittel- und Oberstufe so gegliedert, dass "leistungsfähige und leistungsbereite Schüler die empfohlenen Lernziele jeder Stufe in jeweils etwa vier Jahren erreichen können". Dementsprechend beschreibt der neue Lehrplan Harfe für jede dieser Stufen detailliert die Lernziele und die jeweiligen Unterrichtsinhalte. "Sie sollen den Lehrer zu planvoller, eigenschöpferischer Arbeit anregen", wobei ihm grundsätzlich die Freiheit in der Methode, in der Auswahl und Aufteilung des Lehrstoffes und auch die Unterrichtsform als Einzel- oder Gruppenunterricht überlassen bleibt. Dies drückt sich ganz besonders darin aus, dass in dem neuen Lehrplan aus dem internationalen Angebot zurückliegender drei Jahrzehnte über 60 heute zur Verfügung stehende Schulwerke für die verschiedenen Harfentypen (Hakenharfe, Einfach- und Doppelpedalharfe) vorgestellt und in ihrer Eignung für die bestimmte Zielgruppe und ihrem didaktischen und methodischen Schwerpunkt kommentiert werden, ergänzt um etwa 60 Etüdenwerke für Haken- und Konzertharfe. Den umfangreichsten Teil macht das rund 1.500 Titel umfassende Verzeichnis der Spielliteratur aus, das neben den Werken für Soloharfe auch eine repräsentative Auswahl für Harfe als Soloinstrument mit Orchester nennt. Da kammermusikalisches Zusammenspiel nach den Wunschvorstellungen der Musikschule in jeder Form frühestmöglich einbezogen werden sollte, schließt sich hier eine Auswahl von (vorwiegend Original-)Literatur für zwei bis vier Harfen und für Harfe mit anderen Instrumenten (Streich-, Blas- und Tasteninstrument) im Duo bis zum kleinen und gemischten Ensemble an. Jeder Titel verzeichnet die Lebensdaten des Komponisten, die Zuordnung nach sechs Musikepochen (zwischen Renaissance und Avantgarde), fünf Schwierigkeitsgraden und der Eignung für die Celtische, Einfach- und Doppelpedalharfe. Genannt ist jeweils auch der Verlag einschließlich Editionsnummer. Diese Literaturauswahl dient gleichzeitig als Anregung für die Werkauswahl im Hinblick auf die Teilnahme an den Wettbewerben "Jugend musiziert" des Deutschen Musikrates, bei denen Harfe nahezu jedes Jahr entweder solistisch oder im Ensemble beteiligt sein kann. Dieser Harfen-Lehrplan wurde vom Verband deutscher Musikschulen in enger Zusammenarbeit mit der Vereinigung deutscher Harfenisten und den Wettbewerben "Jugend musiziert" erarbeitet. Die Kommentierung der Schulwerke erarbeitete Monika Wischnowski.

Eckart Rohlfs


Lehrer-Forum
von Isabel Moreton

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Zukunft wollen wir im "Lehrer-Forum" in loser Abfolge die Möglichkeit geben, sich über pädagogische, methodische oder didaktische Aspekte des Harfenunterrichts auszutauschen. Im nächsten Heft soll es um das Thema "Gruppenunterricht an der Harfe" gehen.

Immer mehr Musikschulen verlangen allein schon aus Kostengründen von ihren Lehrern die Erfüllung einer Schülerquote, was zur Konsequenz hat, dass entweder die Unterrichtszeit des einzelnen Schülers verkürzt wird, oder Gruppenunterricht erteilt werden muss.

MUSS?

Welche Vorteile hat es, in der Gruppe zu unterrichten, welche Schwierigkeiten kommen auf einen zu und welche Chancen bietet der Gruppenunterricht?

Dafür würde ich gerne Ihre Kommentare sammeln und sie zu einem Artikel zusammenfassen. Es wäre wunderbar, wenn wir alle aus Ihren Beobachtungen lernen könnten und eventuell eine neue Sichtweise auf bestimmte Dinge bekämen.

Schreiben Sie von Ihren Erfahrungen, gleich ob sie positiv oder negativ sind, damit wir das Forum mit Ihren Beiträgen füllen können und alle von Ihren Erkenntnissen profitieren können.

Vielleicht hilft Ihnen dieser (unvollständige) Fragenkatalog:

  • Wie groß sind die Gruppen?
  • Wie viele Instrumente stehen (in Ihrer Musikschule?) zur Verfügung?
  • Wie lang ist die Unterrichtseinheit?
  • Wann ist ein Wechsel sinnvoll?
  • Kosten für Schüler
  • Leihinstrumente
  • Sonstige Erfahrungen
  • Welches Unterrichtsmaterial benutzen Sie?

Und wenn Sie noch keine Erfahrungen gesammelt haben: was sind Ihre Vorbehalte?

Ich freue mich auf Ihre Beiträge, Ideen und Anregungen für nächste Themen!

Ihre Isabel Moretón.

Email: isabel @ moreton.de, Tel. 0511 527031, Fax 0511 521370

 
   

   © 2004 by Rainer Templin • rainer.templin @ harfe-vdh.de