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Artikel

Auszüge aus Artikeln der Verbandszeitschrift des VDH vom Sommer 2005:
1. Grußwort an die Mitglieder und Freunde des VDH
2. König David und seine "Harfe"
3. Orpheus und David
4. Am Anfang war die Harfe
5. Ausbildung zur Musiktherapeutin
6. Die Harfe und ihre heilsame Wirkung
7. Die Harfe als Zufluchtsort
8. Die blinde Harfnerin
9. Ein Abend im Wohnstift
10. Die Harfe verzaubert, die Harfe tröstet
11. Musik als Brückenschlag zum Menschen
12. Sanfte Töne
13. Harfe - Üben III: Üben im Flow
14. Interview mit Stella Benson
15. Gesundheit und Fitness
16. Konzentrative Bewegungstherapie
17. Aus der Seele gespielt
18. Von der "Wunder-Cur"
19. Harfe und ... Schlagzeug
20. Sabine Thiel - Ein Gedicht
21. Protokoll der Mitgliederversammlung 2005
22. Jahresversammlung - Gedicht

Grußwort an die Mitglieder und Freunde des VDH!

Für den Themen-Schwerpunkt "Harfe und Therapie", erhielten wir so zahlreiche Einsendungen, dass es nötig war einige der regelmäßigen Rubriken auszulassen, um für diese Fülle an Ideen und Erfahrungen Platz zu schaffen. Viele Kollegen schrieben über ihre Ausbildung oder Arbeit. Es ist ein eindrucksvoller Querschnitt entstanden, den ich mit Freude gelesen habe und der uns alle bereichern wird. Allen Einsendern sei herzlich gedankt.

In Zeiten, in denen sich bestehende Ausbildungszweige wandeln, und für selbstverständlich gehaltene Aufgabenbereiche des Harfenisten nicht mehr, oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen, wollen wir versuchen, neue Wege anzuschauen. In der Therapie zeigt sich ein Gebiet, in dem der Harfenist in der Zukunft verstärkt eingesetzt werden könnte.

Die Harfe, Begleiter der gesamten Menschheitsgeschichte, hat ständig ihre Funktion an die Bedürfnisse der jeweiligen Gesellschaft angepasst. Wir kennen die "magische Harfe" der Schamanen, die "kultische Harfe" der Tempel in Ägypten, das Instrument als Gefühlsträger der Troubadoure. Vom Gotteslob in den spanischen Kirchen des Barock bis zum Farbenrausch bei Debussy, immer hat die Harfe eine wichtige Rolle "gespielt".

Heute zeigen uns (neue?) fundierte Forschungsergebnisse, welche Auswirkungen die Musik auf Psyche und Gehirn hat. Bedeutende Neurologen weisen darauf hin, dass nur 20 Minuten tägliches Üben an einem Instrument den IQ-Wert um 6 Punkte erhöhen kann! Im Gehirn entstehen zahlreiche zusätzliche Vernetzungen bei Beschäftigung mit vielschichtiger Musik, und wir alle wissen, wie vielschichtig gerade Harfenmusik ist. Alterskrankheiten, bei denen sich die Gehirnmasse verringert, beginnen später oder bleiben ganz aus, wenn sich durch das jahrelange Musizieren diese Bereiche vergrößert hatten. Wir haben nun die Chance, einen Zugang zu diesem wichtigen Potential der Harfe zu finden.

Nach dieser positiven Erfahrung mit einem Leitthema sammele ich nun weitere Themen, die wir gemeinsam darstellen könnten. Wer noch Ideen hat ist herzlich eingeladen, sich an unserer Arbeit zu beteiligen.

Wir möchten auf unserer Internetseite ein Lehrerverzeichnis einrichten. Schüler könnten dann über die Postleitzahl schneller einen Lehrer in ihrer Gegend finden. Alle VDH-Harfenlehrer die Interesse haben, kostenlos in dieses Verzeichnis aufgenommen zu werden, können mit den Vorständen Kontakt aufnehmen.

An dieser Stelle möchte ich noch auf den beiliegenden Fragebogen hinweisen und bitte um zahlreiche Rücksendungen. Nun wünsche ich Ihnen anregende Stunden mit dem neuen Heft und bleibe mit kollegialen Grüssen und besten Wünschen

Ihre Monika Wischnowski

Im Sommer 2005

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König David und seine "Harfe"
von Monika Wischnowski

Ca. 3000 Jahre ist es her, dass König David in Israel regierte. Der vielseitig begabte Mann hatte ein reiches Leben und machte eine rasante Karriere. Vom Hirtenknaben, der die Leier spielt, zum mächtigen König aufzusteigen, ist sicher ein besonderes Schicksal. Die Stationen seines Lebens, z.B. Kampf mit Goliath, Tanz vor der Bundeslade, Harfenspiel vor König Saul, sind in Kunst und Literatur so häufig dargestellt worden, dass sie jeder kennt.

David und Saul begegnen sich auf der "Schwarz-Weiß-Ebene". Hier der gute, unschuldige Knabe, der mit Musik Heilung bringen will, dort der kranke, böse undankbare König, der in seinen Emotionen verstrickt bleibt. Davids Harfenspiel konnte Saul immer nur kurzfristige Erleichterung verschaffen.

Das Instrument Davids ist die Harfe. Wirklich? Bei der Bibelübersetzung Luthers finden wir das Wort "Harfe". Geschichtlich korrekt muss man sagen, dass es, nach dem jetzigen Stand der Forschung, zur Zeit Davids in Israel keine Harfen gab. David hat die "Nebel" gespielt. Auf dem Bild rechts sehen wir diese Leierform.

Beide Instrumentengruppen unterscheiden sich in der Befestigung der Saiten am Klangkörper. Bei der Nebel (und allen heutigen Leiern) verläuft die Saitenebene parallel zur Decke des Klangkörpers. Bei der Harfe sind die Saiten senkrecht am Resonanzboden befestigt. Sowohl Leiern als auch Harfen haben frei schwingende Saiten. ...

Nebel

Den vollständigen Artikel können Sie in der Sommerausgabe 2005 der Verbandszeitschrift des VDH nachlesen. Ein Bestellformular finden sie hier...

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Orpheus und David.
Die Harfe als Symbol in der Orchesterliteratur
von Sylvia Sowa

Die Harfe hat sich über den außermusikalischen Hintergrund der Kompositionen als Orchesterinstrument manifestiert.

Seit den frühesten handlungsgebundenen Werken wiesen Komponisten auf die Besonderheit und die therapeutische Macht des Harfentons hin, sobald sie die Geschichten von Orpheus oder David vertonten. Das war der Weg, über den die Harfe Zugang zum Orchester bekam. In der Hand dieser beiden Gestalten hat das Instrument nicht nur schlichte Begleitfunktion als Trösterin im Leid (wie bei Orpheus) oder beim Gotteslob während der Deklamierung der Psalmen (durch David), sondern vermag auch auf Seelen und Stimmungen einzuwirken.

Diese Bereiche der Harfe, als Begleitinstrument einer Gesangssituation wie es Orpheus praktizierte, bleiben der Orchesterharfe bis ins 20. Jahrhundert erhalten. Sie ist Mittlerin zwischen Himmel und Erde in Davids Gesängen. Die Harfe wird damit zum Begleitinstrument von Gebeten (wie es in späteren Opern erfolgte) und bei Verwandlungen von Seelenzuständen, z.B. bei der Besänftigung des wutentbrannten Saul durch David oder der Vertreibung böser Geister, Dämonen und Furien beim Betreten der Unterwelt durch Orpheus.

Folgerichtig finden sich die frühesten und häufigsten Harfeneinsätze beim Vertonen des Orpheusmythos und in Sujets um David. Es folgt eine Aufzählung wichtiger Vertonungen: Peri: "L'Euridice" (1598/1600), Caccini: "L'Euridice" (1602), Monteverdi: "L'Orfeo" (1607), Rossi: "L'Orfeo" (1647), Sartorio: "L'Orfeo" (1672), Gluck: "Orfeo ed Euridice" (1762), Bertoni: "Orfeo ed Euridice" (1776), Haydn: "Orfeo ed Euridice l'anima del filosofo" (1791) (Uraufführung 1951!), Liszt: "Orpheus" (1854), Casella: "La favola de Orfeo" (1932), Febel: "Euridice" (1983). Dem schließen sich bald Werke mit dem Inhalt um den biblischen David an, z.B. bei Telemann: "Der königliche Prophet David" (1718), Nielsen: "Saul og David" (1902) und Milhaud: "David" (1954).

Als Attribut des Sängers bleibt die Harfe auch bei anderen Opernhelden erhalten. So in "Tannhäuser" von Wagner, in "Troubadour" von Verdi und in "Sadko" von Rimski-Korssakov. Ebenso bei Lumir in "Mein Vaterland" von Smetana, in "Ossian ou les Bardes" von Le Sueur, in "Uthal" von Mehul u.a.

So wie Orpheus mit seinem Harfenspiel Euridice zum Leben führt, so erwacht Wagners Brünhilde in "Siegfried" zu Harfenklängen. Die Fähigkeit des Harfentons, auf Gestalten einzuwirken und Seelen zu verwandeln, finden wir u. a. in den Schlussszenen bei Wagner: "Fliegender Holländer" und "Tristan", außerdem in den Liebesszenen der Opern "Othello" und "Aida" (Verdi), "Othello" (Rossini) und "Tristan und Isolde" (Wagner).

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Am Anfang war die Harfe
...nicht nur, aber auch!
von Meike Rath

"Am Anfang war das Wort", sagt die Bibel, "Am Anfang war der Rhythmus", sagte einst Hans von Bülow. Über diese drei Elemente, das Wort bzw. die Stimme, den Rhythmus und die Harfe im Zusammenhang mit dem Anfang, dem Beginn des Lebens, soll hier berichtet werden.

Dazu möchte ich vorab verdeutlichen, welche Bedeutung und welche Tragweite der Beginn des Lebens, angefangen bei der Empfängnis, für uns alle hat. Als gesichert betrachtet werden darf, dass das heranwachsende Lebewesen im Mutterleib seine Umwelt wahrnimmt, das Wahrgenommene speichert, dadurch beeinflusst und geprägt wird, dass es das während der intrauterinen Zeit Wahrgenommene nach der Geburt wieder erkennt und es sogar nach Möglichkeit gegenüber anderen Reizen bevorzugt. Hierzu liegen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse aus mehreren Jahrzehnten vor.

Von der Frage, was das heranwachsende Lebewesen genau wahrnimmt, darf ich sofort zur akustischen Perzeption überleiten, denn das Hörbare nimmt im pränatalen Lebensalter eine besondere Rolle ein. Zusammen mit der Wahrnehmung über die Haut bildet die akustische Wahrnehmung die erste Erlebensebene überhaupt: Ab der achten Lebenswoche werden im Mutterleib akustische Reize über die Cochlea, die "Schnecke" im Innenohr, registriert, ab der achtzehnten Lebenswoche darf man hierbei von "Hören" sprechen. Ab diesem Zeitpunkt ist unser (Innen-)Ohr `fertig´, noch dazu in seiner endgültigen Größe. Wir alle wachsen, bis wir achtzehn oder neunzehn Jahre alt sind; wir besitzen nur ein einziges Organ, das seine endgültige Größe erreicht, lange bevor wir geboren werden: Unser Innenohr.

Wir wissen also, dass der Fötus hört. Wichtig ist nun, was er hört. Stellen wir uns zunächst den mütterlichen Körper einmal vor: Im Normalfall gibt es in ihm keinen Hunger, keinen Durst, keine Kälte, Schlaf wann und wie lange man möchte, kein Alleinsein, kein Weggehen der Mutter, selbstregulierte Hygiene, paradiesisches Nacktsein, keine Erwartungen, keine Kritik, kein Problem der personalen Identität, kurz: die uneingeschränkte Gastlichkeit des mütterlichen Körpers bietet dem Kind ein wohltemperiertes, über alle Massen geborgenes, buchstäblich getragenes Milieu, das seinesgleichen im späteren Leben so nicht mehr findet und durchaus mit dem paradiesischen Zustand verglichen oder gar gleichgesetzt werden darf.

Inmitten dieses Zustands nimmt der Fötus nun seine klingende Umwelt assoziativ wahr, vorrangig die Geräusche und Klänge des mütterlichen Körpers selbst. Der Rhythmus ist schon hier das organisierende Prinzip, das verlässlich immer Wiederkehrende, Gleichmäßige, das wir alle so dringend brauchen, nämlich in Form des mütterlichen Herzschlags, den das Kind in einer normal verlaufenden Schwangerschaft 26 bis 28 Millionen Mal aufnimmt! Weiterhin nimmt das Kind die rhythmische Atmung der Mutter und das rhythmische Pulsieren ihres Blutes wahr. Das Kind selbst wird im pulsierenden Rhythmus des Blutes, das durch die Nabelschnur zwischen ihm und der Plazenta hin- und hertransportiert wird, mit lebensnotwendigem Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Der Mensch hat von Anfang an buchstäblich 'den Rhythmus im Blut'. Ebenfalls im Laufen, Rennen und Tanzen der Mutter sind Rhythmen enthalten, die das Kind sowohl hört als auch spürt und sie weiterhin mit der emotionalen Befindlichkeit der Mutter assoziiert, denn Kind und Mutter bilden auf psychisch-emotionaler, endokrin-hormonaler und biochemischer Ebene eine biologische Einheit.

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Ausbildung zur Musiktherapeutin
von Cordula Schlamp vom Hofe

Cordula Schlamp vom Hofe

Mein beruflicher Werdegang führte mich nach dem Abitur in ein halbjähriges Praktikum in der Musiktherapie der Rhein. Landesklinik Düsseldorf (Psychiatrie). Dieses Praktikum bestärkte mich, meinen Berufswunsch zur Musiktherapeutin weiter zu verfolgen. Ich absolvierte zunächst ein Studium zur Diplom Musikpädagogin mit dem Hauptfach Harfe an der Hochschule für Musik Köln. In diesem Beruf arbeitete ich ein paar Jahre, sammelte Erfahrung. Später erst entschied ich mich für die dreieinhalb Jahre dauernde berufsbegleitende Weiterbildung Musiktherapie am Freien Musikzentrum in München.

Ich schloss diese Ausbildung im Sommer 2004 ab und arbeitete anschließend ein dreiviertel Jahr aus eigenem Entschluss in der Filderklinik in Filderstadt, bei Stuttgart, in der Musiktherapie als Anerkennungspraktikantin mit. Ich machte sehr wertvolle praktische Erfahrungen. Anfangs mit Hilfestellung und unter Anleitung der beiden Musiktherapeutinnen und nach und nach auch selbständig.

Die Klinik arbeitet auf der Grundlage der anthroposophischen Medizin und so ist hier auch die anthroposophische Musiktherapie beheimatet. Für mich etwas besonderes, da diese musiktherapeutische Richtung kein Ausbildungsinhalt war. Es gibt in der Filderklinik Stationen wie: Innere Medizin, Frauenheilkunde, Chirurgie, Intensivstation, Neonatologie, Kinderstation, Erwachsenen-, Jugend- und Kinder-Psychosomatik. Die verschiedensten Patienten werden aufgrund von Verordnungen der Ärzte von den Musiktherapeuten begleitet. Auch zur Sterbebegleitung werden die Musiktherapeutinnen gerufen.

In der Musiktherapie kommen viele verschiedene Instrumente zum Einsatz...

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Die Harfe und ihre heilsame Wirkung
von Uschi Laar

Uschi Laar

Zur Harfe im Allgemeinen

In dem japanischen Schöpfungsmythos spielt die Sonnengöttin Harfe und der Sonnengott die Flöte. Aus ihrem Zusammenspiel entsteht die Götterwelt und in der Folge die Erde mit ihren vielfältigen Bewohnern und ihren materiellen Manifestationen.

Die Harfe ist gewissermaßen ein ganzheitliches Instrument. Durch das Anlehnen an die Schulter umfangen wir sie mit unserem ganzen Körper, und es werden somit unsere sieben Energiezentren an der Wirbelsäule und unser gesamtes Schwingungsfeld beschallt.

Durch ihren großen ungedämpften Tonumfang entwickelt sie, wie kein anderes Instrument, ein enormes Obertonspektrum, was sicher zu ihrem Ruf als Instrument der Engel beiträgt. In vielen Kulturen wird nämlich die Obertonleiter als Himmelsleiter bezeichnet und die Obertöne gelten als die eigentlich ordnenden und heilenden Kräfte für die Seele, die auch zum Reisen in innere Welten verwendet werden.

Der Klang verbindet die irdische Materie (in Form des Instruments) mit der geistigen Welt (durch den Klang). Die Harfe kann also dank ihres großen Tonspektrums, das sowohl Tiefen, Mitten, wie auch Höhen beinhaltet, die drei Seinsbereiche des Menschen - Körper, Seele und Geist - harmonisieren.

  • Tiefe Töne und starke Rhythmen werden zum Erden und für die Regeneration der physischen Aspekte und dichten Materie im Menschen verwendet,
  • der mittlere Tonbereich wird zur Harmonisierung und Klärung des seelischen Bereiches im Menschen verwendet,
  • die hohen Töne und Frequenzen, werden zur Aktivierung des geistigen Bereiches im Menschen verwendet.

Sie ist die Königin unter den Instrumenten und meiner Meinung nach von daher in der Musiktherapie unerlässlich.

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Die Harfe als Zufluchtsort
von Brigitte Langnickel-Köhler

Gebeten, zum Thema Musiktherapie und Harfe einen Beitrag aus meiner spielpraktischen Erfahrung beizusteuern, möchte ich vorab den Begriff "Musiktherapie" für mich ausklammern und ihn den speziell ausgebildeten echten Musiktherapeuten überlassen.

Die wohltuende Wirkung von Harfenmusik erlebe ich immer wieder, wenn ich mit meinem Harfenensemble, bestehend aus 3-5 Schülern/innen zwischen 12 und 18 Jahren in Krankenhäusern, Hospizen und Altenheimen spiele. Es wird uns immer bestätigt, dass das Publikum bei unserem Programm besonders gebannt und Anteil nehmend "dabei" ist.

In Altenheimen spielen wir immer außer "klassischen" Harfenstücken auch Volks- und Liebeslieder aus meiner gleichnamigen Sammlung, meine Schüler protestieren zwar beim Einstudieren der für sie prähistorischen Stücke, sind dann aber auch leicht gerührt, wenn aus den Reihen der Alten zunächst zaghaft, dann ganz begeistert mitgesungen wird. Texte zum Verteilen habe ich vorsichtshalber immer dabei, ist aber meist unnötig.

Von der Spielerseite möchte ich nur zwei meiner Schüler als Beispiel für Wohlbefinden durch Harfespielen vorstellen: meine Älteste, sie hat mit 58 Jahren von Null bei mir angefangen, weil sie der Harfenklang so faszinierte, hat erstaunliche Fortschritte gemacht. Sie hat ihr, durch ihren wirklich absolut ekligen Mann, zerrüttete Selbstwertgefühl gerade durch den Umgang mit einem immer noch besonderen Instrument enorm gesteigert.

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Die blinde Harfnerin
von Rita Balz

Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob ich einen Bericht über das Erlernen des Harfenspiels als Blinde schreiben könnte. Dieser Bitte komme ich hiermit gerne nach. 1944 geboren in Mainz, erblindete ich mit 5 Monaten infolge einer Hirnhautentzündung. Als Kind besuchte ich die Blindenschule in Bingen, lernte Klavierspielen und wurde später zur Organistin ausgebildet. Bis heute bin ich an der Basilika in Bechtheim und an der katholischen Kirche in Ausstopfen tätig.

Schon als Kind haben mich die Klänge der Harfe verzaubert, und es war mein innigster Wunsch, ein solches Instrument zu besitzen. Bis zu meinem 48. Lebensjahr wusste ich nicht, wie eine Harfe aussieht. Am 24. Juni 1992 vernahm ich bei einem Einkaufsbummel in Worms in der Fußgängerzone Harfenklänge. Da saß ein Mann, der auf einer keltischen Harfe spielte. Die musste ich mir unbedingt anschauen. Ich bat ihn, mir das Instrument zu zeigen und zu erklären, was er gerne tat. Ich war von der Harfe so begeistert, dass ich mir noch am gleichen Tag in einem Musikhaus eine Harfe bestellte. Am 8. Oktober wurde das Instrument endlich geliefert. Gut, die Harfe war da, aber kein Lehrer, was nun? Über A. Vollenweider und R. Oppermann, die ich von Radiosendungen her kannte, gelang es mir, an A. Hütten zu kommen. Sie hat mir dann U. Kern empfohlen, die in Mannheim studiert hat. Die erklärte sich sofort bereit, mir Harfenunterricht zu erteilen und konnte auch kein Problem darin sehen, eine Blinde zu unterrichten. So fuhr ich 14 Monate lang, jeweils einmal im Monat, von Mainz nach Graben-Neudorf bei Karlsruhe, um Unterricht zu nehmen. Ulrike verstand es meisterhaft, mich in die Kunst des Harfenspiels einzuführen. Sie zeigte mir, wie man die Finger an die Saiten legt, wie man Saiten aufzieht und vieles mehr. Die Stücke, die ich lernen sollte, spielte sie mir auf Kassette auf, so dass ich sie mir zu Hause in aller Ruhe anhören und auswendig lernen konnte. Mit einem Wort: Ulrike war eine hervorragende Harfenlehrerin. Ich war begeistert und freute mich über meine guten Fortschritte. Leider musste ich nach 14 Monaten meine Unterrichtsstunden aufgeben, da Ulrike in eine andere Stadt zog und die weite Bahnfahrt für mich doch sehr umständlich war.

So übe ich alleine weiter so gut ich kann. Es macht mir viel Freude und ich bin glücklich. Wahrscheinlich haben sich in den letzten Jahren eine Menge technischer Fehler eingeschlichen, aber was soll's. Die Harfe verzaubert die Seele und lässt mich in andere Sphären entschweben.

Ein Abend im Wohnstift mit der Irischen Harfe
Erzählt von Ursula Wölfel

Als ich fand, dass ich alt genug sei, mich auch alt zu nennen, zog ich nach Heidelberg ins Wohnstift Augustinum. Dort lebt man so unabhängig wie in irgendeiner Mietwohnung, und ist doch so aufmerksam beschützt, wie man es zuletzt als Kind erlebte.

Anfangs wollte ich mich gern jünger fühlen als die meisten anderen alten Menschen, mit denen ich hier lebte. Konnte ich nicht immer noch Auto fahren, den eigenen Haushalt führen, am Computer arbeiten? Das könnte doch immer so sein? Nein, wahrscheinlich nicht, sagten mir Vernunft und Erfahrung, - und ich blieb in Heidelberg.

Eines Tages wurde am Mittagstisch eine Karte herum gereicht, und alle unterschrieben die Geburtstags-Glückwünsche für einen Herrn Dr. Rudolf Süss. Übermorgen könne ich ihn kennen lernen, sagten die Tischgenossen, dann käme er und spiele hier im Haus für jeden, der zuhören wolle, die Irische Harfe. Sie beschrieben mir das Instrument und den Harfenisten und seine Frau, die an jedem zweiten Dienstag die schwere Harfe ins Auto packten und in die Eingangshalle trugen.

Diese Halle, Empfang genannt, ist der Knotenpunkt alles organisierten Lebens im Heidelberger Augustinum. ...

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Die Harfe verzaubert, die Harfe tröstet
von Dr. Rudolf Süss

Auszüge aus dem Buch: Sinnlich-Sittliche Wirkung des Harfenspiels

Die Harfe verzaubert

Dagda, der Druide, nahm seine Harfe und spielte die drei Weisen, die einen Harfenspieler auszeichnen: Die Suantraighe, deren tiefes Murmeln den Schlaf bringt, die Gentraighe, deren Fröhlichkeit die Menschen zum Lachen bringt und schließlich die Goltraighe, deren dahin schmelzende Klage die Tränen hervorrufen.

In den alten irischen Sagen wird immer wieder von den wundersamen Wirkungen des Harfenspiels erzählt. Durch bloßes Spiel gelingt es Dagda, sich und seine Freunde aus der Gefangenschaft zu befreien.

Er spielte die Goltraighe, bis die Frauen der Feinde in Tränen ausbrachen und er spielte die Gentraighe, bis die jungen Leute aus vollem Herzen lachten. Dann aber spielte er die Suantraighe so lange, bis alle in tiefen Schlaf gefallen waren. Dieser Schlaf ließ sie entkommen aus der Gewalt ihrer Feinde, die sie hatten töten wollen.

Diese Geschichte ist alt, sehr alt, aber noch heute findet man in Sammlungen irischer Harfenmusik Stücke, die diese Namen tragen. Auch für die modernen Iren ist es eine ausgemachte Sache, dass Musik verzaubern kann.

Die Harfe tröstet

Wie einen eine Harfe tröstet, das haben viele erfahren. In "Tristan und Isolde" wird erzählt, wie man das Fräulein von Palamede mit ihrer Harfe zu Tristan schickt, um ihn zu trösten.

Sie setzt sich ganz nahe vor ihn hin und beginnt so zart wie es ihr nur möglich ist zu spielen. Sogleich als Tristan den Klang der Harfe vernimmt, lässt er von seinem Schmerz und beginnt das Fräulein anzuschauen, "dass Gott ihnen gnädig sei, singt mir ein Lied." "Gerne, Sire," erwidert sie. Sie erfand ein trauriges Liebeslied. Die Königin singt leise, sie begleitet ihre Stimme mit der Harfe. Ihre Hände sind schön, die Strophe gut, der Ton gedämpft und süß ihre Stimme. Vor allem das Selberspielen auf der Harfe, das aktive Musizieren gilt als probate "Trostmedizin". Vom Vater des Komponisten Haydn wird berichtet, dass er ein wenig Harfe spielen lernte, um seinen Gesang selbst zu begleiten. Die Gewohnheit Grillen zu versingen behielt er bis ins Alter bei.

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Musik als Brückenschlag zum Menschen
Ein Portrait der Musik-Therapeutin Myrijam Blank
von Bettina Bichsel

"Es sind die Schicksale der Menschen, denen ich begegne und die ich begleiten darf, die meine Arbeit zwar oft schwer, vor allem aber intensiv und beeindruckend machen. Ich glaube, das ist die Hauptmotivation für meine therapeutische Tätigkeit. Nach all den Jahren bin ich noch immer interessiert, am Leben und am Schicksal dieser kranken Menschen teilzunehmen, sie und ihre Angehörigen mit meinem Mensch-Sein und meiner Musik zu begleiten."

Myrijam Blank

Eben diese Liebe zur Musik und zum Menschen und der Wunsch, beides zu verbinden, brachte Myrijam Blank vor rund 15 Jahren dazu, bei der Akut-Kinderklinik in Münsterlingen anzuklopfen. Eine Stelle war zwar nicht frei, aber der damalige Chefarzt Dr. Rolf Haller war so angetan von der Idee der Musiktherapie im Kinderspital (ein Anwendungsbereich dieser Therapieform, wie er auch heute noch kaum bekannt ist), dass er ihr ein kleines Arbeitspensum einräumte.

Schnell zeigte sich, dass die kranken Kinder durch die Musik den Spitalaufenthalt und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten, Schmerzen und Ängste für einen kurzen Moment vergessen konnten. Myrijam Blanks Tätigkeitsfeld wuchs und heute ist sie und die Wirkung der Musik aus dem Spitalalltag nicht mehr wegzudenken. Auf ihrem allmorgendlichen Gang schaut die Musiktherapeutin als erstes in der Säuglingsstation vorbei. Die tragenden Klänge ihrer Harfe, vermischt mit den eindringlichen Melodien der Mundharmonika, zeigen gerade bei den Frühgeborenen eine eindrückliche Wirkung. Die Musik lässt einen vorübergehend vergessen, wo man ist, sie lenkt ab von den zahlreichen lebensnotwendigen technischen Apparaturen, Kabeln und Infusionen und den Isoletten der Neugeborenen. Die Kleinen müssen noch nicht einmal ihre Augen öffnen - ein Lächeln, das über ihr Gesichtchen huscht, das ruhige, gleichmäßige Atmen oder gar die leichten Bewegungen mit Armen und Beinen, die Myrijam Blank als "Naturballett" bezeichnet, sind Zeichen genug für die Wirkung der sanften Melodien. Bei diesem passiven Musizieren ist die Therapeutin ganz für das jeweilige Kind da. Deshalb sind die Stücke, die sie dabei spielt, oftmals aus der Situation heraus entstandene Improvisationen.

Im Gegensatz zu den Frühgeborenen verlangt ihr das "aktive" Musizieren in den Krankenzimmern viel Energie ab. Hier erhält nicht nur jedes Kind eines der Instrumente aus ihrem reichhaltigen Fundus, sondern auch Eltern und Besucher und - wenn sie Zeit haben - Schwestern und Ärzte. Die Musik ist eine eigene, für alle verständliche Sprache und eine Brücke zum Menschen - ob gesund oder krank, jung oder alt - schlagen kann, bewahrheitet sich für die Musiktherapeutin jeden Tag von neuem: "In den Begegnungen im Spital sah ich immer wieder, wie sich durch die Klänge der Musik etwas verändert. Die Menschen, die zugegen sind, werden in ihrem Kummer, in ihrem Schmerz ruhiger, zugänglicher, weicher. Es ist die behutsamste Berührung für Leib und Seele." ...

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Bericht über ein Musikseminar
von Erika Bühler

Im Oktober führte Myrijam Blank, Musik-Therapeutin im Kantonsspital Münsterlingen, ein Musikseminar durch. Elf Interessierte musizierten während zwei Tagen zusammen auf verschiedensten Instrumenten und erfreuten damit auch Patienten im Kantonsspital und Sehbehinderte sowie Blinde im Blindenzentrum Landschlacht. Eine Gruppe Musikinteressierter fand sich am Freitagnachmittag im Internationalen Blindenzentrum zur musikalisch therapeutischen Begegnung ein. Die elf Teilnehmerinnen hätten bezüglich Alter, Motivation und musikalischem Können nicht unterschiedlicher sein können.

Die Vorstellungsrunde zeigte, wie verschieden die Motivationen waren, an diesem Musikseminar teilzunehmen. Zum Teil fühlten sich die Interessierten durch den Prospekt mit dem Programm angesprochen. Auch war es die Musik, die sie von CDs von Myrijam Blank kannten, oder das Interesse am eigenen therapeutischen Weg. Auch die persönliche Begegnung im Spital mit einem kranken Kind war ausschlaggebend, um hier dabeizusein. In den zwei intensiven Tagen im wunderschön gelegenen Blindenzentrum in Landschlacht erfuhren die Teilnehmer viel im praktischen Musizieren und über die musiktherapeutische Arbeit im Spital mit psychisch kranken Kindern, mit Eltern und ihrem kranken Kind und ganz speziell mit der Betreuung Frühgeborener und ihren Eltern. Nicht zuletzt aber begleitet Myrijam Blank seit vier Jahren mit ihrer beruhigenden, tröstenden und stärkenden Musik Erwachsene in der Genesung oder im Sterben. Allen Seminarteilnehmern machte es sichtlich Freude, in der Gruppe zu musizieren. Ob mit der eigenen Harfe, Gitarre oder Blockflöte oder mit Klang- und Rhythmusinstrumenten, die großzügig zur Verfügung standen.

Die Zeit verging rasch und aus den 12 Musizierenden wurde in diesen zwei Tagen eigentlich eine Familie. Die Teilnehmer des Seminars musizierten am Nachmittag für die Patienten im Kantonsspital, und am Samstagabend für die sehbehinderten und blinden Gäste im Internationalen Blindenzentrum. Es waren wunderbare musikalische Momente.

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Sanfte Töne als Begleitung zur letzten Reise
Mit freundlicher Genehmigung von Sibylle Steinkohl
(Süddeutsche Zeitung München)

Die letzten Töne des "Spatzentanzes" schweben im Raum. Die Frau im Krankenbett hat schon vor einigen Minuten aufgehört, schwer zu atmen. Sie hält die Augen fest geschlossen. Ihr Atem ist viel leiser geworden, gleichmäßig und ruhig. Die Finger bewegen sich entspannt auf der Bettdecke, als möchte sie gleich mitdirigieren bei dieser Melodie. Monika Binner legt beide Hände an die Saiten ihrer Harfe. Die Musik verklingt. "Jetzt schlafen Sie in Ruhe weiter", sagt sie zu der Patientin, "gute Nacht." Vom Bett her kommt keine Antwort, die Frau ist schon vor einigen Tagen in einen Dämmerzustand geglitten, aus dem sie wohl nicht mehr erwachen wird. Die Harfenklänge haben sie dennoch erreicht, irgendwo in ihrem Koma. Wer die Szene beobachtet, ist da ganz sicher, auch darüber, dass im Zimmer der Todkranken eine neue Leichtigkeit herrscht. Monika Binner hat sie hereingespielt.

Die Musikerin ist darüber nicht verwundert. Sie deutet auf ihr kostbares Instrument. "Ton ist Schwingung", sagt sie "das verändert den Raum." Jeden Donnerstagnachmittag kommt sie für eineinhalb Stunden ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder auf die Palliativstation. Dort, wo die Schmerzen und Leiden von unheilbar Kranken gelindert werden, dort, wo Menschen in ihrer letzten Lebenszeit betreut werden, hat ihre Harfe einen festen Platz. Die Mitarbeiter geben Monika Binner einen Zettel mit kurzen Informationen, bei wem sie diesmal Musik machen soll. Dann zieht sie mit ihrem Metallwägelchen, auf dem das Instrument steht, von Zimmer zu Zimmer. "Grüß Gott, ich bin die Harfenspielerin." Einen Ordner voller Noten hat sie mit. "Es sind fröhliche und meditative Stücke dabei", erklärt sie. Bayrische und irische Weisen gehören genauso zum Repertoire wie klassische Musik. Manchmal überlegt die 43-jährige, die Hackbrett, Blockflöte und Harfe studiert hat und als Musiklehrerin in Fürstenfeldbruck arbeitet, schon während der Woche, was sie das nächste Mal für einzelne Patienten spielen könnte. Meistens entscheidet sie aber spontan. "Ich spüre, was sie an diesem Tag mögen", sagt sie. ...

Den vollständigen Artikel können Sie in der Sommerausgabe 2005 der Verbandszeitschrift des VDH nachlesen. Ein Bestellformular finden sie hier...

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Harfe - Üben
Diplomarbeit von Juliane Bärwaldt (Teil 3) Folkwang Hochschule Essen

Üben im "Flow"

Ein Flow-Erlebnis ist die Folge einer tranceartigen, ganzheitlichen Arbeitsweise des Gehirns. Dieses Erlebnis ist für den Betreffenden sowohl mit einem Gefühl der tiefen Versunkenheit, als auch mit einem Gefühl der Leichtigkeit und Mühelosigkeit seines Tuns verbunden. Flow-Erlebnisse, die in der Menschheitsgeschichte weit zurückreichen, wurden Anfang der 70-er Jahre von Mihalyi Csikszentmihalyi wissenschaftlich untersucht.

Die folgenden drei Voraussetzungen stellen die Basis für das Zustandekommen eines Flow-Erlebnisses dar. Zunächst geht es darum, Lernziele möglichst präzise und kleinschrittig zu formulieren, so dass sie unmittelbare Rückmeldungen über den Erfolg zulassen. Chaotische und teilweise widersprüchliche Anforderungen lassen hingegen häufig ein Gefühl der Frustration beim Betreffenden zurück und verhindern auf diese Weise ein Flow-Erlebnis. Außer der präzisen Zielformulierung ist eine starke Konzentration eine weitere Voraussetzung, um in einen Flow-Zustand zu gelangen. Die letzte Voraussetzung besteht darin, ein angemessenes Verhältnis von Anforderungen und Fähigkeiten zu erzielen. Während sich bei einer zu geringen Anforderung Langeweile beim Betreffenden einstellt, so drückt sich eine zu hohe Anforderung hingegen in Überforderung und Angst aus.

Während des Flow-Zustandes sind bestimmte Veränderungen des subjektiven Bewusstseins zu beobachten. So erlebt der Betreffende häufig ein verstärktes Gefühl der Kontrolle über das eigene Handeln. Abgesehen davon kommt es zum Empfinden der Leichtigkeit des eigenen Tuns bzw. zum Gefühl eines "kontinuierlichen Fliessens", aufgrund dessen Csikszentmihalyi den Begriff des Flow-Erlebnisses prägte. Auch das normale Zeiterleben ist im Flow-Zustand bestimmten Veränderungen unterworfen. Das subjektive Empfinden der Zeitraffung und -dehnung hängt mit der verstärkten Aktivität der rechten Hirnhälfte zusammen. Weiterhin ist das Phänomen des Verschmelzens von Handlung und Bewusstsein zu beobachten. "Der Handelnde erlebt sich nicht mehr als getrenntes isoliertes Selbst, er ist `eins´ mit seinem Tun."

Um beim instrumentalen Üben gezielt ein Flow-Erleben herbeizuführen, gilt es bestimmte Prinzipien zu beachten. ...

Den vollständigen Artikel können Sie in der Sommerausgabe 2005 der Verbandszeitschrift des VDH nachlesen. Ein Bestellformular finden sie hier...

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Interview mit Stella Benson
von R. Frick aus Harpa Nr.32 Nov. 2004
mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers
(Übersetzt und leicht gekürzt von Christiane Voth und Monika Wischnowski)

Könnten Sie bitte den Beginn Ihrer Tätigkeit als Harfenistin, Schriftstellerin und Pädagogin beschreiben?

Meine Erfahrung mit der Harfe begann im Jahr 1992, als ich nach einem Instrument suchte, auf dem man zwei Notensysteme gleichzeitig spielen konnte. Damals begann ich auf einer kleinen 27-saitigen Hakenharfe zu spielen.

Stella Benson

Im gleichen Jahr hatte ich auch meine erste Begegnung mit heilender Musik. 1994 hörte ich von einem Kurs, in dem ich das Musizieren für Kranke und Sterbende lernen konnte. Hier erfuhr ich viel über Musik und ihre Wirkung auf den Zuhörer. Aber es schien mir unvollständig, ich wollte mehr Informationen über diese Wirkung beim Zuhörer haben. Also begann ich selbst zu forschen. Dabei entdeckte ich viele Studien, Veröffentlichungen und Bücher von Musiktherapeuten. Ich fing an selber Seminare zu halten und heilende Musik auf Konferenzen, in Buchhandlungen, Krankenhäusern und Hospizen vorzustellen.

Nachdem ich den Lehrgang abgeschlossen hatte, konnte ich Dozentin für dasselbe Fach werden. Bei meinen Forschungen fand ich jedoch keine brauchbaren Lehrbücher für angehende Heilmusiker. Also beschloss ich, mein Wissen in einem lehrreichen und handlichen Buch zu veröffentlichen. Dieses Buch, "The Healing Musician, a guide to playing healing music", ist zu einem Grundlagenwerk der Ausbildung von Heilmusikern geworden.

Was hatte Sie 1992 dazu bewegt, sich mit heilender Musik zu beschäftigen?

Meine Einstellung zu Leben und Tod veränderte sich, als mein Bruder 1992 aus dem Leben schied. Ich wurde eine "Selbstmordhinterbliebene". Man befindet sich auf einem emotionalen und spirituellen Weg, der sehr schwierig und dornig ist. Damals hatte ich eine 32-saitige Dusty Strings Harfe. Ich spielte sie ohne Unterlass, um den Verlust und meinen Kummer zu verarbeiten. Der schöne Klang brachte mich in eine andere Zeit. Eine langsamere Zeit, in der sich meine emotionale Kreativität durch die Musik befreien konnte. Ich spielte, was meine Finger mir vorgaben und verlor jedes Zeitgefühl. Bevor ich es wahrnahm, ging die Sonne unter und es war Abend. Durch diese Improvisation fing ich an zu komponieren. ...

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Gesundheit und Fitness von Harfenist(inn)en
von Erzsébet Gaál Aus Harpa No. 28, Frühling 1998
mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers

Unter dem Titel "Physical Fitness Program for Musicians" erschien in Harpa-Piano (Frühling 1997, S. 48) eine Übersicht der Autorin über die Gesundheitsprobleme von Musikern. Darin waren zwei Studien zitiert, die auf die Korrelation zwischen Arbeitsstress und den körperlichen und mentalen Problemen von Musikern hinwiesen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse hat die Autorin einen Fragebogen mit dem Titel "Physical and Mental Problems Among Harpists" entworfen, der sich spezifisch an Harfenist(inn)en wendet. Ein internationaler Versand von 500 Fragebögen ergab einen Rücklauf von gewichtigen 38%.

Die Antworten zeigen ein echtes Problembewusstsein und eine ganz starke Besorgnis der Harfenisten darüber, wie mit körperlichen und mentalen Problemen des Harfespielens umzugehen sei. Außerdem glaubte über die Hälfte der antwortenden Harfenisten, die sich im Alter zwischen 31 und 40 Jahren befanden und die während 11 und 20 Jahren Harfe gespielt hatten, den Höhepunkt ihres Harfenspiels erreicht zu haben und sich wegen körperlicher und mentaler Störungen im Abstieg zu befinden.

Diese Ergebnisse erwecken natürlich die Frage nach den Ursachen dieses Leistungsabfalls in einem relativ frühen Alter und nach einer doch recht kurzen Karriere. ...

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Konzentrative Bewegungstherapie für Musiker
von Sigrid Haselmann

Sigrid Haselmann

"Wie der Mensch spielt, so ist er" Dieses Zitat - frei nach Novalis - möchte ich meinen Ausführungen über Bewegung, Klang und Konzentration voranstellen. Das Leib-Seele Problem macht auch vor der Musik nicht halt, denn: "der Leib als Instrument… ist Auskunftsorgan, wenn wir seine Sprache verstehen."

So wie ich selbst gestimmt bin, klingt es nach außen weiter. Diesen Zusammenhang zu begreifen und "leibhaft" zu spüren, ist für das musikalische Spiel von elementarer Wichtigkeit. Vor jedem Üben sollten wir uns bewusst werden, dass wir "das Instrument für alle Auseinandersetzungen sind, und dass der Zustand unseres Instruments entscheidend ist für die Quantität und Qualität unserer Leistungen."

In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Körperarbeit mit Musikern. Bin ich selbst lebendig im Kontakt mit meiner Umwelt? Welche Erfahrungen kann ich zulassen, vor welchen verschließe ich mich? Wie bin ich gestimmt? Aufgabe des Körpertherapeuten ist es, den "spielenden" Menschen am Instrument genau zu beobachten, seine Individualität wahrzunehmen und zu würdigen. Nur so kann die Arbeitsatmosphäre entstehen, die Raum zulässt für alles Experimentelle. Jeder ist in Gestalt, spielerischem Ausdruck und Lebenshintergrund einmalig.

In diesem Zusammenhang halte ich auch nicht viel von Übungen, die - rein funktionell - Muskelaufbau, Perfektionierung und Trainiertheit versprechen. Ist der funktionierende Mensch wirklich der stabilere? "Echte Konzentration" entsteht niemals durch Anstrengung oder durch den Versuch, Störendes wegzuschieben oder auszuschalten. ...

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Aus der Seele gespielt
von Anna Henkel
Auszug aus der Facharbeit im Grundkurs Musik

Das Verständnis von der Wirkung der Musik auf Körper und Seele im Mittelalter

Seit der Antike hatte man in der Musik einen Weg gefunden, um auf Körper und Seele einzuwirken. Insbesondere in Arabien nutzten Mediziner die Musik als Mittel zur Genesung ihrer Patienten. Im 11. und 12. Jahrhundert gelangte die Erkenntnis der arabischen Heilkunde in das Abendland. Die wohl bekannteste Schrift war das Tacuinum Sanitatis von Ibn Butlan, die in vielen deutschen Übersetzungen im Mittelalter Bekanntheit erlangte. Es gab auch einige illustrierte Ausgaben des Buches. Auf den Abbildungen sind musizierende Spielleute vor bettlägerigen Kranken zu sehen. Folgendes Zitat von Ibn Butlan in Bezug auf die therapeutische Wirkung der Musik ist überliefert:

"Instrumenten und Seytenspiel der Musica helfen auch die gesuntheit erhalten und die verloren wider zubringen.
Dan die tön seind eben den schwachen gemütern vergleicht wie sich die artzneyen den schwachen leiben vergleichen."

Die Ärzte musizierten jedoch nicht selbst für die Kranken, sie verordneten lediglich die Musik und bedienten sich des Musikers bzw. des Spielmannes als Hilfe.

Die unterschiedlichen Wirkungsweisen der Musik war man sich schnell bewusst, so dass man diese unterteilte: Man unterschied zwischen leiser und lauter Musik. Leise Musik fand Verwendung bei Tobsucht, Lepra, Schlafstörungen, Trunkenheit sowie bei manischen Zustanden. Gespielt wurde diese Musik unter der Verwendung von der Leier bzw. Drehleiher, der Fidel, der Harfe und dem Psalterium. Die leise Musik hatte die Funktion, den Patienten zu besänftigen und zu beruhigen. Im Gegensatz hierzu wurde laute bzw. fröhliche Musik bei Kriegsverwundeten als Trost sowie in Zeiten der Pest eingesetzt, um Freude, Heiterkeit und Zuversicht unter den Menschen zu verbreiten. ...

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Von der "Wunder-Cur durch die Music" 1662
Athanasius Kircher

Ein kurzer amüsanter und interessanter Einblick in barockes Verständnis von Musiktherapie bei Athanasius Kircher in seiner Musurgia universalis (Abhandlung über die Musik und ihre Wirkung, Philosophie, Rhetorik, Kunst, Politik etc.,von 1662) gefunden von Johanna Seitz. Im 5. Buch, Kapitel 4, wird von dem Tarantismo und der Heilung durch die Musik berichtet. Es lohnt sich, sich durch die ungewohnte Sprache zu "hangeln"!

Liber V. Magicus,
eröffnet alle verborgenste Musicgeheimnissen/ begreift in sich die Natürliche Wissenschaft deß Consoni und Dissoni, lehret auch magiam musica medicam, eine geheime Music-Artzenei [...]

Caput 4.
Von dem Tarantismo/ und der Wunder-Cur durch die Music/ der jenigen/ so von der Apuleischen Spinnen tarantula sind gebissen und vergiftet worden.

Quaestio I.
Warum die jenige/ so mit dem tarantismo behaftet sind/ durch kein ander Mittel/ als mit der Music können curiret werden?

Die Ursach ist diese/ die Saiten haben ein grosse Kraft die Luft auf die weis zu erregen/ wie sie selbsten beweget werden/ und weil also die soni proportionaliter vermischet werden/ erwecken sie den Ohren und dem Gemüt eine liebliche Harmony/ daher geschichts/ dass nach dem proportionirten motu der Saiten/ der Luft harmonice auch beweget wird/ dieser aber penetriert innerlich/ occupirt mit seiner leiblichen Bewegung die phantasticam facultatem, reizet den innerlichen Luft oder Geist an ...

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HARFE UND ... Schlagzeug.
von Prof. Marion Hofmann

Schlagzeug und Harfe - eine überaus reizvolle und vielfältige Klangkombination - die es wert ist, darüber zu berichten.

In meiner langjährigen Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Theater Rostock suchte ich immer wieder nach Gelegenheiten, in dieser Besetzung mit den Studentinnen zu arbeiten. Klassenabende und weitere Hochschulkonzerte erfuhren dadurch eine große Bereicherung in den Programmen - nicht zuletzt auch zur großen Freude des Publikums.

Von meiner Kollegin Edith Salmen (Schlagzeug) bekam ich dankenswerterweise reichliche Informationen, was es alles für diese Besetzung gibt. Die Noten wurden zugelegt und die gemeinsame Arbeit mit den Studenten konnte beginnen.

Folgende Werke sind mir nun bekannt: ...

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Sabine Thiel
Ein Gedicht
von Dieter Hütten

Frau Thiel vom WDR-Orchester
dient dem Verband als Notdienstschwester.
Sie widmet sich nach Leibeskräften
dem Mitgliedsbeitrag und den Heften.
Um ja kein Schäflein zu vergessen,
forscht sie nach Namen und Adressen.
Sofern ein Mitglied von Neuwied
nach Witten oder Ried verzieht
und keine Anschrift hinterlässt,
dann stellt Frau Thiel den Wohnsitz fest,
dass das geschätzte Mitglied prompt
in den Besitz des Heftes kommt.
Verlegen Sie ihr Domizil,
dann, bitte, geben Sie Frau Thiel
doch auch sogleich die Anschrift an,
damit sie Sie erreichen kann.

Sabine Thiel

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Protokoll der Mitgliederversammlung am 1. Mai
VERBAND DER HARFENISTEN in Deutschland e.V.

Am 1. Mai 2005 trafen sich die Mitglieder des VERBANDES DER HARFENISTEN zur Jahresversammlung, diesmal im Brüder Grimm / Spohr Museum in Kassel. Nach der Begrüßung durch Herrn Homburg vom Spohr-Museum und die Vorsitzende wurden folgende Punkte der Tagesordnung besprochen:

1. Arbeitsberichte
Der Mitgliederversammlung gingen mehrfache Besprechungen der Vorstandsmitglieder voraus. Diskutiert wurden die Themen: Internet-Auftritt, Gästebuch, interne Organisation, Überweisung der Mitgliedsbeiträge und Hinweis auf das Einzugsverfahren. Der Verband hat noch keinen Ansprechpartner für Rechtsfragen gefunden. Außerdem wurde angeregt, mehr Kontakt zu Musikschulen zu suchen.

Es wurde darüber diskutiert, ob es sinnvoll ist, sich jedes Jahr zu treffen, eventuell den Tagungsort im Wechsel zu ändern und die Versammlung in verschiedenen Regionen Deutschlands abzuhalten.

Zur Diskussion stand ferner, ob eine größere Beteiligung erreicht werden könnte, wenn man die Mitgliederversammlung mit einem Reparaturkurs für Harfe, einem Rahmenprogramm für Familien, einer Ausstellung von Harfen und Noten, einem Harfenkurs/Harfenwettbewerb oder ähnlichem verbinden würde.

Abgestimmt wurde über die Frage, ob die Versammlung weiterhin am 1. Mai abgehalten werden solle oder nicht (13 Stimmen dafür, 8 dagegen).

2. Satzungsänderung
Eine Satzungsänderung ist notwendig. Damit die Mitgliederversammlung beschlussfähig ist, muss mindestens ein Drittel der Mitglieder anwesend sein (siehe § 7 Abs. 5 der Vereinssatzung).

Es wurde beschlossen, einen Ausschuss zu bilden, der die Satzung in Zusammenarbeit mit einem Notar überarbeitet.

3. Jahrestreffen 2006

4. VDH-Veranstaltungen

5. Weltharfenkongress in Dublin 2005

6. Verschiedenes
a) Frau Sabine Thiel hat seit der letzten Mitgliederversammlung in mühsamer Kleinarbeit 188 "verschollene" Mitglieder ausfindig gemacht und angerufen. Von diesen 188 Personen schieden nur 30 endgültig aus. Diese konnten allerdings durch 20 Neuanwerbungen wieder ersetzt werden. Die Bitte geht an alle: Namensänderungen und Umzüge bitte dem Verband bekannt geben! Mitgliedsbeiträge möglichst per Einzugsverfahren abbuchen lassen.

b) Lehrersuche über das Internet. Alle Lehrer, die gerne ihre Adresse auf unserer Internetseite veröffentlichen möchten, können sich eintragen lassen. Für Mitglieder ist dieser Eintrag kostenlos.

c) Die Redaktion der Zeitschrift wünscht sich mehr Beiträge für die Hefte.

d) Es werden noch Sponsoren für den Wettbewerbe gesucht.

e) Es soll ein Beirat für Musikschulen ernannt werden. Herr Rui Paz und Frau Isabell Moretón wären bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.

7. Kassenbericht
Frau Depenheuer las den Kassenbericht für das Jahr 2004 vor.

8. Entlastung des Vorstandes.
Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

9. Wahl des neuen Vorstandes
Herr Templin stellte den Antrag, den Vorstand in der alten Zusammensetzung wiederzuwählen. Diesem Antrag stimmen 51 Mitglieder zu (31 anwesend, 20 per Vollmacht).

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Persönliche Eindrücke von der Jahresversammlung
des Verbands der Harfenisten in Deutschland e.V.
am 1.Mai 2005 im Brüder-Grimm und Spohr-Museum, Kassel

von Eckhard Meier

Ihr Harfenisten, strömt herbei,
in Kassel ist am 1.Mai
die Mitgliedstagung vom Verband
aus Nord und Süd, vom ganzen Land,
im Brüder-Grimm und Spohr-Museum,
wie jährlich - ohne Jubiläum.

Ein Dialog aus Antwort, Fragen:
WO sollen wir in Zukunft tagen?
Ist Kassel ein bequemer Ort?
Am 1.Mai mit Kinderhort?
Soll man 'nen Wettbewerb ausschreiben?
Soll's bei "Versammlung" weiter bleiben?

Soll man ein "Fest" stattdessen machen
mit Harfen, Noten, vielen Sachen?
Sind MEHR Mitglieder dann beisamm',
wenn attraktives Beiprogramm?
Vielleicht ein Workshop mit Gebühr
für leichte Harfenrep'ratür?

Ganz wichtig ist das Internet
mit Homepage-Links von A bis Z.
Wer streckt in Schulen seine Fühler
nach Lehrern aus und deren Schüler?
Wem sind in seinem Bundesland
Musikschulleute gut bekannt?

Vereine auf der ganzen Welt
sind angewiesen auf mehr Geld:
Für einen Wettbewerb bedarf
es mehr als Noten oder Harf'!..
Wie kommen wir an Mittel ran,
dass Preise man vergeben kann!?

Wer sucht Mäzene und nach Spendern!! -
Dann galt's, die Satzung abzuändern:
Statt "Mitglieder" wird in § 7
nun "Anwesende" dort umgeschrieben;
so werden die Vereinsinteressen
an Aktiv-Mitgliedern gemessen.

Die Vorstandsarbeit wird gestählt,
wird für 4 Jahre sie gewählt.
SO sah die Satzungsänderung aus -
die neue flattert bald ins Haus.
Die Info "Dubliner Kongress"
ergab fürs Portemonnaie nur Stress.

Es folgt' der Kassenwart-Bericht.
Die Vorstandswahl war kurze Pflicht:
der alte wurde wieder neu,
man blieb bewährter Linie treu!
Die Damen haben angenommen -
UNS ist der Vorstand sehr willkommen!

Den Tag beschloss dann ein Konzert,
das war schon jede Reise wert!
Ob Duo, Solo, Harfe klang
mit Cello, Geige und Gesang.
Vorträge haben's abgerundet,
der Pausenkuchen hat gemundet!

Vor allem die Musik von Spohr
klingt lange noch in meinem Ohr!...

 
   

   © 2004 by Rainer Templin • rainer.templin @ harfe-vdh.de